Frühkindliche Regulationsstörungen des Säuglings- und Kleinkindalters stellen für die betroffenen Familien oft eine extreme Herausforderung dar. Gleichzeitig sind viele Eltern belastet durch Scham- und Versagensängste und zögern, sich Hilfe zu suchen.

Der Begriff der frühkindlichen Regulationsstörungen umfasst neben der Schreistörung unter anderem auch die Trink-, Ess- und Fütterstörungen, bei denen Babys und Kleinkinder über einen längeren Zeitraum große Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme aufweisen. 

Therapeutische Begleitung bei frühkindlicher Regulationsstörung

Eine frühzeitige Unterstützung kann diese Schwierigkeiten auffangen und dabei helfen, mehr Vertrauen in die eigene Elternrolle zu entwickeln. In der therapeutischen Begleitung arbeite ich insbesondere mit körperpsychotherapeutischen und bindungsbasierten Methoden nach Thomas Harms und Alé Duarte. Die Therapie findet immer mit Eltern und Kind gemeinsam statt.

Ein zentraler Punkt in der Therapie frühkindlicher Regulationsstörung bei Babys oder Kleinkindern ist die Bindungsstärkung zwischen Eltern und Kind. Die Stabilisierung und Selbstanbindung der Bezugspersonen macht eine Co-Regulation des Kindes möglich.

Im Kleinkindalter werden zur Behandlung von Regulationsstörungen ergänzend spielerische Therapieelemente hinzugezogen, die zusätzlich regulierend wirken.

 

Die Stärkung und Selbstanbindung der Eltern gelingt u.a. durch Körperberührungen, Körperwahrnehmungsübungen und Atemtechniken. Durch die innere Entspannung und Zentrierung verbessert sich die Kontakt- und Beziehungsfähigkeit zwischen Eltern und Kind.

Wann eine therapeutische Begleitung sinnvoll sein kann

Ein- und/oder Durchschlafstörungen

Exzessives/untröstbares Schreien (Schreibabys)

Trink-, Ess- und Fütterstörungen

Übersteigertes Klammern, Trennungsprobleme

Auffällig heftiges Trotzverhalten und starke Wutanfälle