In der körperorientierten Psychotherapie geht man davon aus, dass Körper, Seele und Geist eine Einheit darstellen und untrennbar miteinander verbunden sind. Dadurch haben Emotionen und Erinnerungen auch immer eine Entsprechung in der körperlichen Organisation. Der Zugang zum Unbewussten erfolgt hier über körperliche und emotionale Selbstwahrnehmung im Hier und Jetzt.

Therapieansätze in der körperorientierten Psychotherapie

Die körperpsychotherapeutischen Ansätze nach Thomas Harms und Alé Duarte, mit denen ich arbeite, folgen insbesondere einer bindungsorientierten und humanistischen Sichtweise und basieren auf den aktuellen Ergebnissen der Gehirn-, Bindungs- und Traumaforschung. 

Zur Selbstregulation und Selbstanbindung kommen Atem- und Berührungstechniken, achtsamkeitsbasierte Körperwahrnehmungsübungen und Imaginationsverfahren zum Einsatz. 

Für Kindergarten und Grundschulkinder bieten zudem bestimmte (Bewegungs-)Spiele und Spielinterventionen eine gute Möglichkeit zur Regulation des kindlichen Nervensystems. Dieser von Alé Duarte entwickelte Ansatz basiert auf der traumatherapeutischen Methode des Somatic Experiencing.

Kinder lernen im Spiel unterbrochene Regulationszyklen des Nervensystems zwischen Anspannung / Aktivität und Entspannung / Integration zu vollenden. Dadurch wird eine Harmonisierung des Nervensystems erreich, so dass die Kinder sich leichter selbst regulieren und innerlich entspannen können. 

Von diesen spielerischen Therapieansätzen profitieren sowohl sehr aktive, unruhige Kinder als auch sehr stille, zurückgezogene Kinder. 

Ziele der bindungsbasierten Körperpsychotherapie

Bindung

Verbesserung der Kontakt- und Bindungsfähigkeit

Selbstbeziehung

Förderung einer annehmenden und liebevollen Selbstbeziehung

Die eigene Biographie verstehen

Verstehen der eigenen Biographie in Zusammenhang mit spezifischen Stress- und Bindungsmustern

Ausdrucksfähigkeit

Unterstützung der körperlichen und emotionalen Ausdrucksfähigkeit